DER CHOR LA VALLE

HISTORISCHE TRACHTENGRUPPE AUS DEM CEMBRATAL

Der Chor LA VALLE wurde im Jahre 2003 im Cembratal, das in der Provinz von Trient liegt, gegründet. Der Name LA VALLE hat verschiedene Bedeutungen: LA VALLE ist Synonym für Wurzeln, Familie und Geschichte. Es ist aber auch das Tal in dem wir wohnen und in unseren Herzen tragen. Es bedeutet auch das Land und seine Kultur immer wieder neu zu entdecken. Dies sind auch die Grüe welche den Chor LA VALLE bewegen, die Volkslieder im Cembratal sowie in den naheliegenden Gebieten zu verbreiten. Mehrere alte Volkslieder wurden wiederentdeckt, mit den heutigen Klängen harmonisiert, und gehören mit den restlichen 70 Stüen, Spirituals und Volksliedern, zum Repertoir des Chores. Der Chor organisiert zwei wichtige järliche Ereignisse:

Der Chor hat aber auch an anderen Veranstaltungen teilgenommen, wie z.B. am ersten und zweiten Festival der Musik im Rahmen der internazionalen Weinausstellung Müller-Thurgau und am Sternsingentreffen im Fleimstal in der Provinz von Trient. Die zuletzt genannte Veranstaltung ist von grosser Bedeutung, da bereits im 16. Jahrhundert im Raum Sover das Sternsingen stattgefunden hat. Die Lieder dieser Zeit werden järlich in der Weihnachtszeit vom Chor dargeboten. Dank einer historischen musikalischen Forschung hat der Chor neun alte Weihnachtslieder wiedergefunden. Diese wurden auf zwei Radiosendungen auf nationaler Ebene ausgestrahlt und in einer Fernsehsendung im Veneto vorgeführt. Trotz seinem jungen Bestehen, war der Chor LA VALLE bereits dreimal im Ausland. In der Schweiz im Jahre 2005, in Deutschland im 2006, und in Brasilien (Santa Catarina) im 2008. Seit Januar 2006 ist der Chor LA VALLE auch eine historische Trachtengruppe. Dank den Forschungen von Dott. Roberto Bazzanella, Leiter des Chores, konnten di Trachten, die ins 18. Jahrhundert zurückfhüren, aufgrund den Beschreibungen, angefertigt werden. Der Chor LA VALLE zät heute 34 Mitglieder und wird seit seiner Gr¨ndung von Roberto Bazzanella geleitet.


Der Chor LA VALLE


HISTORISCHE TRACHTEN DES CHORES LA VALLE

Seit 2006 ist der Chor auch eine historische Trachtengruppe. Dank den Forschungen von Dott. Roberto Bazzanella konnten die Trachten aufgrund den Beschreibungen aus dem 18. Jahrhundert, entsprechend angefertigt werden.

Männertracht

Drei wichtige Dokumente aus den Jahren 1826, 1832 und 1846 beschreiben die Männerkleidung aus dieser Zeit.

Jacke: auch “gabanòto” genannt ist kurz und tailliert und besteht aus einem dunkelgrünem Wollstoff
Hemd: bestehend aus einem Leinenstoff mit einem runden Kragen
Weste: ist vorne türkis und hinten schwarz
Hosen: auch “colotte” genannt sind aus dem Jahre 1826. Diese sind kurz und reichen bis unter den Knien. Quellen aus dieser Zeit weisen darauf hin, dass die Hosen schwarz waren.
Hut: ist schwarz mit einer grüner Schleife

Frauentracht

Die Frauenkleidung ist von Ende 1700 und Anfangs 1800. Die Wiederentdeckung dieser Tracht ist das Ergebniss einer Studie der historischen Dokumenten wie z.B. la carta di dote und einer Quittung von 1832.

Rock: schwarz der leicht über den Knochel reicht
Mieden: armlos, bestickt und schwarz. Vorne durch türkisfarbene Bänder zugeschnürt
Schürze: türkisfarbig und bestickt
Bluse: mit leicht gebauschten ärmeln und aus einem Leinenstoff bestehend
Trachtentuch: türkisfarbig und wird über den Schultern getragen
Haarspange: auch “ucchio” genannt
Halskette: aus roten Granaten
Mantel: armlos und glockenformig


Der Chor LA VALLE    Der Chor LA VALLE


SOVER UND DAS CEMBRATAL

Wenn man vom Brenner nach Trient fährt muss man den Fluss Avisio überqueren. Vor einiger Zeit war dies eine Grenze zwischen “Alemagne” das deutsche Bozen und Italien.

Wenn man den Fluss entlang fährt, erreicht man das bezaubernde Cembratal, welches auch Albrecht Dürer verführt hat. Der Künstler lernte das Cembratal im Jahre 1446 kennen, als er Richtung Venedig reiste und verewigte diese Landschaft auf zauberhaften Aquarellbildern.

Das Cembratal zählt 11 Gemeinden. Die Landschaft ist hauptsächlich von Weinreben geprägt, die an den steilen Hängen angebaut wurden. Die kleinen Mauern wurden im Laufe der Jahrhunderte von den Talbewohnern errichtet.

Wenn man “Doss Venticcia” erreicht, befindet man sich auf dem Hochplateau, welches durch Wälder (Kiefer, Lärchen und Tannen) gekenntzeichnet ist. Die Gipfel Monte Cogne, Pale di Valfloriana und Monte Croce erheben sich auf ca 2500 m. Auf diesen Hängen wurde Sover gegründet. Der Chor LA VALLE hat in dieser Gemeinde seinen Sitz.

Wer eine erholsame Umgebung sucht, kann durch die wunderschonen Wälder Richtung Venere wandern. Bei dieser Gelegenheit findet man in der Saisonzeit leckere Pilze sowie Waldfrüchte. Dem Weg entlang sieht man auch kleine Berghütten, blühende Wiesen und Weiden. Die Aussicht den Cimati und auf den Monte Cogne ist bezaubernd.

Wer aber das Abendteuer sucht sollte diese Gegend besuchen. Von Sover sowie auch von Piscine führen verschiedene Wanderwege zum Fluss Avisio. Entlang des Flusses wandert man durch natürliche Canyon. Dabei kann man wilde Tiere, wie z.B. Fischottern, die sich zwischen den Felsen verstecken, beobachten.

Der geschichtliche Teil bleibt auch nicht unentdeckt. Wenn man dem Wanderweg “vecchie mestieri” (‘alten Arbeiten’) entlang geht sieht man viele Mühlen und Oefen sowie eine Ausgrabungsstätte aus der Jungsteinzeit “Castelìr”, wo die ersten Bewohner aus Sover lebten.